Luxemburg, Hausorden der Eichenkrone (2. Modell), Offizierskreuz

Großherzogtum Luxemburg, Hausorden der Eichenkrone („Ordre de la Couronne de Chêne“), Offizierskreuz, verliehen seit 1858.

 

Hochwertige, ältere Fertigung bis 1890, eventuell noch aus dem zweiten Drittel des 19. Jahrhunderts. Gold, mehrteilig gefertigt, die Kreuzarme opak weiß, die Medaillons transluzid grün emailliert. An angelöteter Kugelöse, durch diese ein großer, geschlossener Bandring. Die Kugelöse rückseitig mit mir unbekannter, mutmaßlich niederländsicher Gold-Punzierung.

 

Die Medaillons mit geringfügigen Beschädigungen der Emaille. Hiervon abgesehen gute, leicht getragene und ansonsten unbeschädigte Erhaltung. An vernähtem, insgesamt 12 cm langem Band der älteren, bis 1890 gebräuchlichen Ausgabe mit den fünf gleichbreiten Streifen, mit aufgelegter Bandrosette. Das Band vorderseitig etwas verblasst.

 

Der Hausorden der Eichenkrone wurde durch Wilhelm (II.), König der Niederlande und Großherzog von Luxemburg mit Königlich-Großherzoglichem Beschluss vom 29. Dezember 1841 als allgemeiner Verdienstorden für das Großherzogtum Luxemburg in ursprünglich vier Klassen Großkreuz, Ritter vom Stern, Kommandeur und Ritter gestiftet. Im Jahr 1858 wurde für das Großkreuz ein eigener, achtstrahliger Bruststern eingeführt, die Klasse der Ritter mit Stern in Großoffizier umbenannt, sowie die Offiziersklasse und eine dreistufige affiliierte Verdienstmedaille gestiftet. In diesen Abstufungen besteht der Orden bis heute. Von der Stiftung dieser Klasse bis zum Jahre 1981 erfolgten insgesamt 1148 Verleihungen.

 

Literatur: Ruokonen, Antti: Lion at the Crossroads. Orders of Luxembourg. Vaasa 2013. Vgl. S. 103–154.

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