Württemberg, Goldene Militärverdienstmedaille (5. Modell, 3. Ausgabe)

Königreich Württemberg, Goldene Militärverdienstmedaille, verliehen bis 1918.

Exemplar der dritten Ausgabe des fünften und letzten Modells, mit dem Portrait Wilhelm II. Goldlegierung geprägt und übervergoldet, an angelöteter Ringöse mit offenem Bandring. In der Ringöse Feingehaltspunze „333“ für achtkarätiges Gold. Ab 28. Juli 1915 prägte das Königliche Münzamt, Stuttgart, insgesamt 3804 Exemplare in diesem Feingehalt.

Gute, leicht getragene Erhaltung ohne Randfehler, lediglich die Vergoldung an den erhabenen Stellen vor allem der Vorderseite tragebedingt etwas berieben. An etwa 13 cm langem Band.

Ex Fritz Rudolf Künker GmbH, Osnabrück, eLive Auction 52 vom 6. Dezember 2018, dort irrtümlich als „Buntmetall vergoldet“ beschrieben und bewertet.

Silberne und Goldene Militärverdienstmedaillen gab es in Württemberg bereits unter Herzog Ludwig Eugen. Unter König Wilhelm II. wurden insgesamt etwa 4400 Goldene Medaillen für die „Expedition gegen China“ und die Kämpfe in Südwestafrika, hauptsächlich aber für den Weltkrieg, verliehen. Wegen kriegsbedingten Materialmangels musste der Feingehalt der goldenen Medaillen sukzessive herabgesetzt werden, von ursprünglich 986/000 über 585/000 schließlich auf 333/000. Württembergische Mannschafts- und Unteroffiziers-Dienstgrade waren die hauptsächlichen Empfänger, im Weltkrieg wurde sie auch Subaltern-Offizieren verliehen. Hier wurden auch Nicht-Württemberger, z. B. bei der Fliegertruppe, bedacht.

Literatur: Klein, Ulrich und Raff, Albert: Die Württembergischen Medaillen von 1864–1933 (einschließlich der Orden und Ehrenzeichen). Stuttgart 2010. S. 138 ff.

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