Königreich Bayern, Königlicher Verdienstorden vom heiligen Michael, Bronzene Verdienstmedaille, verliehen 1894 bis 1918.
Exemplar der wohl dritten und endgültigen, unsignierten Ausgabe, bei der die linke untere Ecke des Tatzenkreuzes im Bereich des rechten Fußes des Heiligen gänzlich fehlt. Bronze geprägt und patiniert, an stabiler, angelöteter Ringöse.
Gute, nur leicht getragene und vollkommen unverputzte Erhaltung, lediglich stellenweise etwas fleckig patiniert, außerdem die Öse leicht nach vorne verbogen. An einem alt konfektionierten Band vernäht, dieses insgesamt etwas zerschlissen.
Ex 77. Wormser Militaria-Auktion, Worms-Pfeddersheim, vom 8. Juni 2024.
Der ursprünglich 1693 von Joseph Clemens von Bayern, Kurfürst und Erzbischof von Köln gestiftete Michaels-Orden wurde bis 1812 nach und nach in den dreiklassigen Ritter-Haus-Orden vom heiligen Michael umgeformt. Diesen wandelte schließlich König Ludwig I. am 18. Januar 1837 in den anfangs dreiklassigen Verdienstorden vom heiligen Michael um, der mehrfach erweitert und 1887 völlig neu organisiert wurde. Mit der Abdankung König Ludwig III. im November 1918 wurden die Verleihungen eingestellt. Deren Gesamtzahl scheint für die Bronzene Verdienstmedaille nicht bekannt zu sein, dürfte sich aber, über alle Ausgaben hinweg, im mittleren vierstelligen Bereich bewegen.
Literatur: Bergmann, Werner. Prägevarianten bei den Medaillen des Verdienstordens vom Heiligen Michael. In: Orden-Militaria-Magazin Nr. 34 (Februar 1990). S. 5–6.
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