Preußen, Rettungsmedaille am Bande (2. Modell, 2. Ausgabe), Miniatur

Königreich und Freistaat Preußen, Rettungsmedaille am Bande, verliehen 1833 bis 1921 und 1926 bis 1934, bzw. bis 1837 als „Verdienstehrenzeichen für Rettung aus Gefahr“.

Miniatur für das Kettchen usw., etwa 16 mm, der von 1926 bis 1933 geprägten zweiten Ausgabe des zweiten, freistaatlichen Modells, mit dem Hoheitszeichen des Freistaates Preußen und der Inschrift „REPUBLIK / PREUSSEN“. Buntmetall geprägt und versilbert, an angelöteter Parallelöse.

Gute, leicht getragene Erhaltung, die Versilberung an den erhabenen Stellen etwas berieben.

Die Rettungsmedaille am Bande wurde zugleich mit der Erinnerungsmedaille für Rettung aus Gefahr durch Beschluss des preußischen Staatsministeriums des Inneren vom 9. Juni 1925 als Ersatz für den zwar über das Ende der Monarchie hinaus, jedoch seit spätestens Mai 1921 nicht mehr verliehenen, bereits am 1. Februar 1833 als „Verdienstehrenzeichen für Rettung aus Gefahr“ durch König Friedrich Wilhelm III. gestifteten Vorläufer wiedereingeführt. Einer ersten, schnell wieder verworfenen und nicht zur Verleihung gekommenen Ausgabe fehlte die Inschrift „REPUBLIK / PREUSSEN“. Abgelöst wurde die zweite Ausgabe durch ein kurzlebiges Modell mit dem neuen preußischen Adler mit Hakenkreuz, bevor die Verleihung von Rettungsmedaillen „gleichgeschaltet“ wurde.

Literatur: Wittenberg, Olaf. Die preußische Rettungsmedaille von 1933. Ein Ehrenzeichen zwischen Demokratie und Diktatur. In: Orden und Ehrenzeichen. Das Magazin für Freunde der Phaleristik Nr. 104 (August 2016). S. 203–212. 

Artikelnummer:
7104

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