Anhalt, Hausorden Albrecht des Bären, Ritterzeichen I. Klasse

Herzogtümer Anhalt-Köthen, Anhalt-Dessau und Anhalt-Bernburg, Herzoglich Anhaltischer Gesamthausorden Albrecht des Bären bzw., seit 1863, Herzogtum Anhalt, Herzoglich Anhaltischer Hausorden Albrecht des Bären, Ritterzeichen I. Klasse, verliehen 1837 bis 1918, bzw. bis 1854 als einklassiges „Ritterzeichen“.

Bronze einteilig geprägt und vergoldet, an angelöteter Parallelöse mit offenem Bandring, verbunden durch ein kleineres Ringchen. Aufgrund der Schreibweise „FÜRCHTE“ wohl Exemplar des späten 19. Jahrhunderts. Insgesamt erfolgten in dieser Klasse etwa 1700 Verleihungen. Wegen der Wiederverleihung remittierter Ordenszeichen ist von einer geringeren Anzahl hergestellter Stücke auszugehen.

Gute, nur leicht getragene Erhaltung, lediglich etwas fleckig patiniert, außerdem mit alten Putzmittelresten in den Vertiefungen. An mittels Tragenadeln konfektioniertem, insgesamt etwa 12 cm langem Band. Aufgrund der Art der Konfektionierung und ebenso wegen der Erwerbsumstände ist anzunehmen, dass es sich um eines der sicherlich nur wenigen nach Frankreich verliehenen Exemplare handelt!

Der Hausorden Albrechts des Bären wurde am 18. November 1836 durch die Herzöge Heinrich von Anhalt-Köthen, Alexander-Carl von Anhalt-Bernburg und Leopold Friedrich von Anhalt-Dessau als gemeinsamer Hausorden in ursprünglich drei Klassen nebst affilliierter Verdienstmedaille gestiftet, die sukzessive erweitert und um Attribute ergänzt wurden. Mit dem Ende der Monarchie im Jahr 1918 ging er als staatliche Auszeichnung unter und wurde seitdem nur noch von der Familie der Prinzen von Anhalt getragen, die ihn zwischenzeitlich auch wieder an verdiente (Mit-) Bürger verleihen.

Literatur: Scharfenberg, Gerd. Die Orden und Ehrenzeichen der Anhaltischen Staaten 1811–1935. Offenbach am Main 1999. Vgl. S. 80 u. 94/95.

Artikelnummer:
5141

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