Hohenzollern, Fürstlicher Hausorden (3. Modell), Ehrenkreuz II. Klasse, an schwedischer 12er Ordensschnalle

Königreich Schweden, 12er Ordensschnalle des Majors John Altstermark, bestehend aus acht schwe­dischen Ehrenzeichen und Medaillen, unter anderem der Heimwehr und verschiedener Verbände aus Örebro und Halland, teilweise Silber bzw. Silber vergoldet, teilweise mit Namensgravuren, gefolgt von:

• Äthio­pien, Orden des Sterns von Äthiopien (4. Modell), Offiziersdekoration;

• Hohenzollern, Fürstlicher Hausorden (3. Modell), Ehrenkreuz II. Klasse;

• Finnland, Ritterorden der Finnischen Weißen Rose, Ritterkreuz I. Klasse;

• Dänemark, Verdienstmedaille der Dänischen Heimwehr.

Konfektioniert nach schwedischer Art mit rückseitiger Tragenadel. Die Bänder des finnischen und des äthiopischen Ordens mit aufgelegter Bandrosette, letzteres zusätzlich mit der abgetrennten Überhöhung der Ordensdekoration. Das Ehrenkreuz des Hohenzollern’schen Hausordens wohl eine Anfertigung der Firma Gebr. Hemmerle, München, aus der „Regierungszeit“ des Fürsten Friedrich von Hohenzollern. In dieser Zeit sind nur vierzig Ehrenkreuze II. Klasse verliehen worden, was es in dieser letzten Ausführung überaus selten macht. Verliehen wurde es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit im Jahre 1961 anlässlich der Hochzeit von Prinz Johann Georg von Hohenzollern mit Prinzessin Brigitta von Schweden. Dies war der letzte große Anlass in der Geschichte des Fürstlichen Hausordens, an dem er in etwas umfangreicherer Anzahl verliehen worden ist.

Gute, wenig getragene Erhaltung, die Auszeichnungen unbeschädigt, die Bänder farbfrisch.

Ex Bene Merenti, Kornwestheim, 21. Auktion vom 27. September 2019, zuvor ex Fritz Rudolf Künker GmbH, Osnabrück, 240. Auktion vom 19. November 2013.

Der Fürstliche Hausorden von Hohenzollern wurde am 5. Dezember 1841 gemeinsam durch die Fürsten Friedrich Wilhelm Constantin von Hohenzollern-Hechingen und Fürst Carl von Hohenzollern-Sigmaringen zunächst zweiklassig nebst affiliierter, wiederum zweistufiger Verdienstmedaille unter der Bezeichnung „Fürstlich Hohenzollernsches Ehrenzeichen“ als gemeinsamer fürstlicher Hausorden unter dem Protektorat des Königs von Preußen gestiftet. Bereits 1844 wurde eine III. Klasse hinzugefügt. Nach der Abtretung der Fürstentümer an das Königreich Preußen mit Staatsvertrag vom 7. Dezember 1849 stiftete König Friedrich Wilhelm IV. am 18. Januar 1851 den Königlichen Hausorden von Hohenzollern, der vom fürstlichen Hausorden unabhängig bestand. Unter dem 20. März 1852 erhielt der fürstliche Hausorden neue Statuten, die den veränderten Verhältnissen Rechnung trugen; die nun zu preußischen Untertanen gewordenen Fürsten verliehen den Orden mit Genehmigung des Königs weiter. Nach dem Deutschen Krieg von 1866 wurden, auf Anregung König Wilhelm I., die Schwerter zu allen Klassen gestiftet. Nach dem Aussterben der Hechinger Linie 1869 nannte sich die überlebende Sigmaringer Linie „Fürsten von Hohenzollern“. Durch diese wurde der Orden, bis weit ins 20. Jahrhundert hinein, mehrfach erweitert, sodass er zuletzt über eine große Klassen- und Stufenvielfalt verfügte. Mit dem Tod des Fürsten Friedrich am 6. Februar 1965 dürften die Verleihungen an „Untertanen“ eingestellt worden sein. Vom Ehrenkreuz II. Klasse erfolgten – über drei Modelle hinweg! – insgesamt 474 Verleihungen.

Literatur: Link, Eva und Gauggel, Heinz. Fürstlich Hohenzollernsche Orden und Ehrenzeichen. Fridingen 1985. Vgl. S. 13–123, vor allem S. 122/123.

Artikelnummer:
5147

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