Oldenburg, Militär-Dienstauszeichnung (2. Modell), Kreuz I. Klasse

Großherzogtum Oldenburg, Militär-Dienstauszeichnung I. Klasse für achtzehn Dienstjahre der Mannschafts- und Unteroffizierdienstgrade, verliehen 1847 bis 1917.

Exemplar des zweiten, ab 1913 und somit nur noch an die Gendarmerie verliehenen Modells in Form eines Kreuzes. Kupfer geprägt, an einfacher, angelöteter Ringöse mit offenem Bandring. Ohne eine Herstellerkennzeichnung, jedoch zweifelsfrei aus der 1913 erfolgten Lieferung des Hofgoldschmieds Bernhard Knauer, Oldenburg. Verliehen wurden hiervon lediglich 18 (!) Exemplare.

Gute bis sehr gute Erhaltung, wohl tatsächlich ungetragene Erhaltung, jedoch der obere Kreuzarm vorderseitig insgesamt etwas patiniert. Ohne Band.

Ex Fritz Rudolf Künker GmbH, Osnabrück, eLive Auction 71, vom 12./13. Mai 2022.

Großherzog Paul Friedrich August I. hatte bereits am 24. Dezember 1847 eine dreiklassige Dienstauszeichnung für Militärpersonen unterhalb des Offiziersranges in Form von Schnallen gestiftet, die nach Abschluss der oldenburgisch-preußischen Militärkonvention 1867 jedoch nur noch an Gendarmerie und Landdragoner verliehen wurde. Nach preußischem Vorbild führte Großherzog Friedrich August mit Verfügung vom 7. August 1913 an deren Stelle Medaillen für neun und zwölf sowie ein kupfernes Kreuz für achtzehn Dienstjahre ein. Geliefert wurden hiervon jeweils 50 Exemplare, die überwiegend nicht verliehen wurden. Eines der Kreuze wurde an das Bomann-Museum in Celle gegeben. Über den Verbleib der restlichen 31 Exemplare ist zwar nichts bekannt, das gelegentliche Auftauchen loser, ungetragener Exemplare spricht aber dafür, dass diese „überlebt“ haben und in den Handel bzw. in Sammlerhand gekommen sind.

Literatur: Beyreiß, Friedhelm. Der Hausorden und die tragbaren Ehrenzeichen des Großherzogtums Oldenburg 1813–1918. Norderstedt 1997. S. 121–127.

Artikelnummer:
6582

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