RESERVIERT - Hohenzollern, Fürstlicher Hausorden (3. Modell), Goldene Ehrenmedaille mit Schwertern, an 1er Ordensschnalle

Fürstliche Familie von Hohenzollern, Fürstlicher Hausorden von Hohenzollern, Goldene Ehrenmedaille mit Schwertern, verliehen 1914 bis 1918.

Silber geprägt und vergoldet, die ebenfalls vergoldeten Schwerter beweglich zwischen der einfachen Ringöse und einem großen, geschlossenen Bandring befestigt. An 1-teiliger Großer Ordensschnalle, diese mit trapezförmigem Band konfektioniert, rückseitig mit einer dünnen Tragenadel sowie einer roten Stoffabdeckung versehen.

Sowohl die Medaille als auch die Schnalle in guter, nur leicht getragener und unbeschädigten Erhaltung, jedoch die Vergoldung der Medaille insgesamt merklich nachgedunkelt.

Ex Fritz Rudolf Künker GmbH, Osnabrück, 284. Auktion, 5./6. Oktober 2016, dort irrtümlich als „Silberne Verdienstmedaille“ beschrieben.

Der Fürstliche Hausorden von Hohenzollern wurde am 5. Dezember 1841 gemeinsam durch die Fürsten Friedrich Wilhelm Constantin von Hohenzollern-Hechingen und Fürst Carl von Hohenzollern-Sigmaringen zunächst zweiklassig nebst affiliierter, wiederum zweistufiger Verdienstmedaille unter der Bezeichnung „Fürstlich Hohenzollernsches Ehrenzeichen“ als gemeinsamer fürstlicher Hausorden unter dem Protektorat des Königs von Preußen gestiftet. Bereits 1844 wurde eine III. Klasse hinzugefügt. Nach der Abtretung der Fürstentümer an das Königreich Preußen mit Staatsvertrag vom 7. Dezember 1849 stiftete König Friedrich Wilhelm IV. am 18. Januar 1851 den Königlichen Hausorden von Hohenzollern, der vom fürstlichen Hausorden unabhängig bestand. Unter dem 20. März 1852 erhielt der fürstliche Hausorden neue Statuten, die den veränderten Verhältnissen Rechnung trugen; die nun zu preußischen Untertanen gewordenen Fürsten verliehen den Orden mit Genehmigung des Königs weiter. Nach dem Deutschen Krieg von 1866 wurden, auf Anregung König Wilhelm I., die Schwerter zu allen Klassen gestiftet. Nach dem Aussterben der Hechinger Linie 1869 nannte sich die überlebende Sigmaringer Linie „Fürsten von Hohenzollern“. Durch diese wurde der Orden, bis weit ins 20. Jahrhundert hinein, mehrfach erweitert, sodass er zuletzt über eine große Klassen- und Stufenvielfalt verfügte. Mit dem Tod des Fürsten Friedrich am 6. Februar 1965 dürften die Verleihungen an „Untertanen“ eingestellt worden sein. Die Goldene Ehrenmedaille mit Schwertern wurde erstmals und ausschließlich durch Fürst Wilhelm für den Ersten Weltkrieg in insgesamt 644 Exemplaren verliehen; Lundström und Krause listen die Träger namentlich auf.

Literatur: Link, Eva und Gauggel, Heinz. Fürstlich Hohenzollernsche Orden und Ehrenzeichen. Fridingen 1985. Vgl. S. 13–123, vor allem S. 122/123 u. S. 109.

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