VERKAUFT - Preußen, Kriegs-Denkmünze 1813–1814 für Kämpfer (2. Ausgabe)

Königreich Preußen, Kriegs-Denkmünze 1813–1814 für Kämpfer, verliehen ab 1814.

Exemplar der zweiten, Berliner Ausgabe. Geschützbronze geprägt und vergoldet, Randinschrift „AUS EROBERTEM GESCHÜTZ“, an gerillter Ringöse mit Bandring.

Die Feuervergoldung privat, mutmaßlich im Auftrag des Trägers. Insgesamt gute, jedoch merklich getragene bzw. verputzte Erhaltung, auch die Vergoldung an einigen Stellen berieben. Dazu kurzes, modernes(!) Bandstück.

Ex Bene Merenti, Stuttgart, 12. Auktion vom 6. Juni 2016.

Während andere, vor allem süddeutsche Staaten erst Jahrzehnten später Kriegsdenkmünzen für die Befreiungskriege stifteten, geschah dies für Preußen bereits am Heiligen Abend 1813, insoweit spontan und improvisiert, als dass das genaue Aussehen der Medaillen oder Bänder noch nicht feststand. Die genaue Gestaltung der Medaillen wurde wohl erst Mitte 1814 realisiert, nachdem der zweite Sohn des Königs, der spätere König und Kaiser Wilhelm I., im März 1814 das Band unter Verwendung schwarzen und weißen Papieres sowie eines orangen Streifens seiner Schärpe des Schwarzer-Adler-Ordens entwarf. Die Medaillen für „1813“, „1813 – 1814“ und „1814“ wurden Mitte 1814 in Paris geprägt, wobei die Ausführung der Vorderseite nicht den Beifall des Königs fand. Preußischer Sparsamkeit entsprechend, wurden die Medaillen trotzdem verausgabt, und die fehlerhafte Interpretation des Entwurfs erst bei der zweiten, in Berlin geprägten Serie angepasst. Hierin liegt auch der Grund, weswegen es die nachgestiftete Medaille für 1815 nur in der Ausführung mit den „geraden“ Kreuzenden gibt.

Literatur: Sauerwald, Peter: Die Kriegsdenkmünzen von 1813 bis 1815 für Kämpfer und ihre zeitliche Zuordnung. In: Orden-Militaria-Magazin Nr. 98 (2001), S. 30–31.

VERKAUFT.

Artikelnummer:
3060

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