Französische Republik, Nationaler Orden der Ehrenlegion („Ordre national de la Légion d’honneur“), Offiziersdekoration.
Luxusausführung des elften, von 1870 bis 1951 verliehenen Modells der oben genannten (dritten) Französischen Republik. Silber, mehrteilig gefertigt, vergoldet und emailliert, die Medaillons mehrteilig in Rot- und Gelbgold sowie ebenfalls emailliert. An einer beweglich angebrachten, ebenfalls vergoldeten und emaillierten und durch beidseitig einzeln aufgelegte Blätter besonders plastisch gearbeiteten Agraffe von Eichenlaub- und Lorbeerzweigen. Ohne eine ersichtliche Hersteller- oder Silberpunzierung.
Gute, leicht getragene Erhaltung, jedoch insgesamt etwas patiniert, außerdem mehrere kleine, tragebedingte Beschädigungen in der rückseitigen grünen Emaille. An etwa 13 cm langem, noch farbfrischen Band mit aufgelegter Bandrosette.
Die am 19. Mai 1802 vom damaligen Ersten Konsul Napoléon Bonaparte – anfangs noch ohne tragbare Dekoration – gestiftete Ehrenlegion gilt als erster allgemeiner, mehrklassiger Verdienstorden und stand als solcher Pate für unzählige, in der Folge gestiftete deutsche, europäische und überseeische Verdienstorden. Mit zahlreichen, durch Staatsformwechsel bedingten Änderungen besteht sie als höchste Auszeichnung Frankreichs bis heute fort.
Literatur: Thies, Andreas. Typologie des Ordens der französischen Ehrenlegion. In: INFO, Organ des Freundes- und Förderkreises Deutsches Ordensmuseum e. V. und des Wappen-Herold – Deutsche Heraldische Gesellschaft e. V., Nr. 35 vom Oktober 1984, vgl. S. 23–29.
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